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Kreativität als sprudelnde Quelle

Kreativität ist ein urmenschliches Phänomen, das sehr viele Menschen an sich beobachten, ganz gleich, zu welcher Thematik.  Er erstreckt sich zwischen handwerklicher Geschicklichkeit und intellektueller Begabung, wobei die künstlerischen Begabungen eine Sonderform darstellen, weil sie sofort als angeborene Kreativität erkannt werden.  Das weitaus breitere Spektrum sonstiger Kreativität wird eher zugeordnet unter „selbst erworben“, lange genug geübt, dadurch bis zur Perfektion gebracht.  Sicher ist der Übungsprozess eine nicht zu vernachlässigende Größe, die gerade auch bei den künstlerischen Begabungen unerlässlich ist, aber der energetische Hauptzufluss kommt von irgendwoher und ermutigt den Menschen überhaupt erst nachhaltig zum Üben, ohne diesen käme er gar nicht erst auf die Idee, sich hier oder da mit Fleiß zu betätigen.

Was aber ist „Kreativität“?  Kreativität ist eine thematisch gerichtete Energie, die aus der Tiefe der menschlichen Seele emporsteigt und den Menschen emotional überflutet, ihn nachhaltig mit Begeisterung  erfüllt für das jeweilige Thema, so dass er wie besessen davon angetrieben wird, sich der Sache mit Fleiß und Ausdauer zu widmen.  Gespeist wird dieser Prozess durch eine angelegte Geschicklichkeit zur Sache oder zum Thema, die den Menschen ermutigt, alle ihm verfügbare Energie zu mobilisieren und einzubringen, der klassische Übungsprozess, den jede schöpferische Tätigkeit als Grundvoraussetzung verlangt.  Wer oder was letztendlich die Quelle für diese schöpferische Energie ist, bleibt im Dunkeln, der Mensch profitiert nur davon.

Tatsache ist, dass dieses Phänomen die Menschheit begleitet, seitdem es Menschheit gibt.  Schon in der Frühzeit ist der Mensch angeleitet worden, sich einfache Werkzeuge herzustellen und damit seine körperliche Schwäche technisch zu kompensieren.  Warum die Primaten nicht gleichermaßen teilhatten an dieser Bevorzugung intensivierter Inspiration, weiß man nicht.  Die geistige Entwicklung des Menschen ist einseitig vorangetrieben worden durch einen unaufhörlichen Zufluss intelligenter Impulse, die seinen Ideenreichtum speisten und ihn schließlich dahin brachten, wo er heute angekommen ist.  Dabei ist es interessant, die autobiografischen Beschreibungen besonders inspirierter, begabter Menschen anzuschauen und zu vergleichen, denn sie machen alle ganz ähnliche Erfahrungen. Plötzlich, ohne Vorankündigung und ohne Vorbereitungszeit werden sie erfüllt von einer kreativen Idee, die so nachhaltig und penetrant auf sie einwirkt, dass sie sich gar nicht entziehen können, selbst wenn sie es wollten.  Das Verblüffende dabei ist, dass viele kreative Produkte im Augenblick der ersten Impulsgebung schon fix und fertig im geistigen Wahrnehmungsraum des Inspirierten stehen.  Mozart berichtete in der Art, dass er plötzlich seine Symphonie komplett im Geiste erkannte und quasi hörte, er musste sie nur noch zu Papier bringen und konnte rein handwerklich kaum nachkommen, so hoch war der ihn antreibende kreative Druck, quasi seine geheime Brücke zur Spiritualität.

Gerade dieses Beispiel beschreibt sehr eindrücklich, dass offenbar außerhalb der menschlichen Wahrnehmung kreative Räume existieren, in denen fertige Geisteswerke ruhen, die nur abgeholt werden müssen von Menschen, die dazu bestimmt sind, diese ins Materielle hineinzuziehen mittels ihres kreativen Kanals.  Auch von Einstein ist bekannt, dass er sich vieles gar nicht von unten nach oben synthetisiert, also errechnet hat, sondern dass sich primär eine fertige Formel in seinem Geist auftat, die er nur noch herleiten musste, den Prozess umgekehrt durchlaufen hat, als man erwarten würde.

Was aber sind das für Räume, in denen solche Geistesleistungen quasi „schlummern“ als vollendete Produkte, die kreativen Menschen als solche in den Schoß gelegt werden, manchmal sogar ohne dass sie spezielle Vorarbeit geleistet hätten, außer dass sie sich fachlich-handwerklich als Berufskundige zur jeweiligen Fachrichtung hätten ausbilden lassen?  Es gibt Erklärungsversuche, die aber mehr von den Esoterikern gepflegt werden als von wissenschaftlich-rational Orientierten, die klammern dieses Phänomen fein säuberlich aus, weil es nicht ihn ihr rein rationales Weltbild passt.  Die Esoteriker bemühen zum Beispiel den Begriff der „Akasha-Chronik“, womit sie genau diesen „wissenden Raum“ meinen, der alles Wissen dieser Welt speichert hat  und das noch nicht Gewusste vorhält für den Augenblick, an dem es offenbar werden soll.  Mit dieser Vorstellung darf man Intellektuellen oder wissenschaftlich Orientieren gar nicht kommen, da wird man mitleidig belächelt, obwohl auch sie für das oben beschriebene Phänomen sprudelnder Kreativität aus dem Nichts keine bessere Erklärung haben.

Dass nicht nur Musiker und Physiker inspiriert arbeiten, sondern auch jede Menge andere Berufsgruppen in oben beschriebener Weise kreativ zu Werke sind, ist hinreichend bekannt.  Der „wissende Raum“ öffnet sich immer wieder und ist für Überraschungen gut, besonders da, wo keiner erwartet hätte, dass etwas Vergleichbares kommen könnte.  Niemand würde zum Beispiel annehmen, dass er ein Abbildungssystem für alle Menschen parat halten würde, das sie auf einer intimen Seelenebene freizügig spiegelt und zentrale Lebensthematiken und Lebensanliegen offenbaren würde, die jedes Individuum persönlich kennzeichnen.  Tatsächlich gibt es seit 1991 ein derartiges Abbildungssystem, das in dieser Weise funktioniert und eine Intimschau auf die individuelle Seelenveranlagung und Seelenbeauftragung eröffnet.  Die Schöpferin dieses Systems,  Katharina  Lyncker, berichtet von einer ganz analogen Entstehungsweise ihres Werkes, dass sie nämlich an nur zwei Tagen in schneller Abfolge einen Fundus von 360 psychologisch-philosophischen Aphorismen aufgeschrieben hat, kaum, dass sie den einschießenden Ideen nachkommen konnte mit dem Schreiben, so dass sie erst im Nachhinein erkannte, was ihr da in den Schoß gefallen war.  Eine in sich geschlossene Philosophie des Menschenseins auf Erden in zwölf mal dreißig chronologisch aufeinander aufbauenden  Einzelschritten, die neben dem sehr poetisch formulierten Philosophiesystem noch eine zweite, sie völlig überraschende Verwendbarkeit enthielt.  Die 360 Orakelsprüche lassen sich aufpfropfen auf die Struktureinheiten der klassischen Astrologie, insbesondere auf die 360 Grade des Tierkreises, welche leeres Brachland innerhalb der traditionellen Astrologie geblieben sind mangels geeigneter Zuordnung, man hatte einfach noch keine sinnvollen Etikettierungen für diese leeren Gradstände gefunden, die sich für die Horoskopinterpretation hätten verwenden lassen.

Das Wunder geschah, die Horoskop-Interpretationen mit dem neuen Philosophiesystem machten Sinn.  So viel Sinn, dass verblüffend treffsichere und authentische Abbilder mit dem neuen Deutungsschlüssel zu erzielen waren, und zwar von jedem Menschen, dessen Horoskopdaten mit dem neuen System interpretiert wurden.  Die sprudelnde Quelle unerklärlicher Kreativität hatte wieder einmal kundgetan, dass sie zu Leistungen fähig ist, die der normale Mensch aus eigener Kraft nicht erbringen könnte.  Sie hat ein System hervorgebracht, dass den geheimen Seelencode eines jeden Menschen offenbart, der zugänglich ist über einen Zeitqualitätsbemessungsschlüssel, welchen die Menschheit zu allen Zeiten immer verwendet hat, um Zeitqualität zu messen.  Das Horoskop = Blick auf die Stunde – ist dann die interpretatorische Betrachtung dieser Zeitqualität. Dieses Horoskop, erstellt nach dem klassischen Datensatz, interpretiert nach dem inspirativ empfangenen Philosophiesystem, eröffnet einen völlig neuen Blickwinkel auf die menschliche Seele, nämlich eine verborgene Schau auf die individuelle Seelenveranlagung und Seelenbeauftragung eines jeden Menschen.