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Die Enttarnung der seelischen Anlage des Menschen mit einem ungewohnten Spiegelinstrument

Die menschliche Seele ist ein Produkt der Natur, das dem menschlichen Forschergeist immer noch viele ungelöste Rätsel aufgibt.  Ein unbestrittenes Verdienst von Sigmund Freud ist es gewesen, die energetische Beeinflussung der Seele durch die Triebnatur aufzudecken, er hat die Sexualität als dominanten Antrieb wahrgenommen und zumindest in Anfängen die weitere psychologische Aufspaltung der Triebnatur beschrieben.  Dabei kann man grob unterscheiden zwischen einerseits aggressiv gefärbten Trieben wie Machtanspruch mit seiner reichhaltigen Palette an daraus resultierenden dominanten Verhaltensweisen und andererseits Harmonie stiftenden Verhaltensweisen, die keinen Anspruch auf Durchsetzungsvermögen erheben, dadurch immer in der Gefahr stehen, von den Dominanz beanspruchenden Trieben unterjocht zu werden.  Beide Antriebe, nämlich die Aggression und das Harmoniebedürfnis, stehen gemeinsam einem dritten Faktor gegenüber, der zersetzenden Einfluss auf die beiden positiven Triebanteile zu nehmen vermag, nämlich die Depression, die als inkonstanter dritter Faktor immer dann auftaucht, wenn die beiden positiven Antriebe aus biografischem Negativerleben geschwächt werden.  Dass die Depression auch als autonomer, dritter Faktor ohne biografisch nachvollziehbare Auslösung eine Rolle zu spielen vermag, sei nur am Rande vermerkt.

Dieses energetische Dreieck ist verantwortlich für die Handlungsaktivität der menschlichen Seele, wobei dieses Raster ein rein energetisches ist, ohne jede thematische Ausrichtung.  Letztere ergibt sich aus dem biografischen Erleben des Individuums.  Der Sprung allerdings vom rein energetischen Antrieb zum thematisch definierten Handeln ist weit.  Die Erarbeitung der thematischen Aufschlüsselung vor dem Hintergrund der energetischen Grundausstattung hat sich die Psychotherapie zur Aufgabe gemacht.  Dabei ist es wesentlich leichter, über die thematische Ausrichtung eines Individuums zu sprechen als über die dahinter liegende energetische Triebausstattung.  Besonders die aus dem aggressiven Grundpotenzial sich speisenden Verhaltensweisen werden gerne kaschiert und beschönigt, weil sie den Rahmen des sozial Verträglichen sprengen, nur das eigene Ego bedienend.  Dadurch wird  im psychotherapeutischen Setting oft nur sehr einseitig gearbeitet an der thematischen Oberfläche entlang, die der Klient bereitwillig demonstriert, alle negativen Triebimpulse aussparend, die oft genug verursachend sind für sein eigentliches Problem. So kommt es, dass Psychotherapie vielfach nur ineffektiv arbeitet, weil der Therapeut beflissentlich bemüht ist, die vom Klienten gesteckten Tabuzonen auszusparen, weil nur dieses Vorgehen ein Erfolgserlebnis für ihn selbst und für den Klienten garantiert, niemand fühlt sich auf die Füße getreten und die Treue des Klienten ist gesichert.  Oft genug lehnen Therapeuten es grundsätzlich ab, einen weiteren Familienangehörigen oder gar den Feindbildpartner persönlich ins Gespräch zu ziehen, weil nur dann garantiert ist, dass die therapeutische Arbeit für ihn bequem bleibt.  Eine so begrenzte Therapie führt garant nicht zu einem auf Inspiration und Spiritualität basierendem Durchbruchserlebnis.

Zusammenfassend kann man sagen, dass therapeutische Arbeit immer dann am effektivsten ist, wenn nicht nur die charakterlich vorbildhaften Seiten des Klienten besprochen werden, sondern auch seine Schwachstellen ausgeleuchtet werden, weil nur darin die Garantie zu seelischem Wachstum und Reifungsfortschritt enthalten ist.  Dazu gehört allerdings nicht nur die Ehrlichkeit des Klienten, sondern auch der Mut des Therapeuten, Negativitäten wie die Verletzung moralischer Normen anzusprechen und deren Beschönigung zur Diskussion zu stellen.

Nun ist es tatsächlich sehr schwer, auf Anhieb ein unverhülltes Abbild der typischen psychosozialen Verhaltensweisen und der charakteristischen Lebensthematiken zu gewinnen, weil der Klient seine Schwachstellen selber gerne verdrängt und nur einseitig das zur Disposition stellt, wie er sich selber gerne sehen möchte und nicht wie es einer objektiven Selbst-Erkenntnis zuträglich wäre..

Mittlerweile gibt es ein Spiegelinstrument, das auf Anhieb ein solches Abbild zeichnet wie oben beschrieben.  Es ist entwickelt worden von einer in der Gesprächsmedizin erfahrenen Ärztin, – das bin ich, Katharina Lyncker – die sich der klassischen astrologischen Struktureinheiten (Planeten, Häuser und Sternzeichen) angenommen hat, um diese zu befreien von ihrer traditionellen Uferlosigkeit und Unschärfe der Interpretation, um statt dessen Präzision und Klarheit der Formulierungen ins System zu bringen, kurzum eine Optimierung und Scharfeinstellung des gängigen Interpretationssystems anzubieten.  Das allein aber würde nicht reichen, um psychologisch verwertbare Abbilder zu schaffen.  Deshalb hat die therapeutisch interessierte Ärztin zusätzlich zu den gängigen Struktureinheiten der klassischen Astrologie wie Planeten, Häuser und Sternzeichen noch eine weitere Struktureinheit eröffnet und integriert, nämlich die bis dahin leeren Gradstände des Tierkreises, aus welchem sich die zwölf bekannten Tierkreiszeichen rekrutieren.  Diese 360 Gradstände wurden von ihr thematisch etikettiert mit kurzen verhaltenspsychologischen und psychosozialen Aussagen, jede kaum länger als 1-2 Zeilen maximal, die das typische menschliche Sein im Alltag betreffen.  Damit ist der bis dahin leere Tierkreis thematisch bevölkert worden mit 360 psychologischen Aussagen, die insgesamt eine archaische Philosophie des Menschseins auf Erden entfalten, innerhalb deren sich jeder einzelne Mensch in seinem Leben bewähren muss.

Das eigentlich Verblüffende an diesem System ist, dass es sich verwenden lässt zur Horoskopdeutung, das alte Struktursystem bekleidend mit neuen Inhalten.  Dabei wird hier nur das Geburtsminutenhoroskop interpretiert mit einer reinen Charakterologie, ohne jegliche Zukunftsdeutung, wie sie in der traditionellen Astrologie allgemein üblich ist; letzteres hat berechtigterweise zur Diskreditierung des traditionellen Systems beigetragen.

Das neue Deutungssystem hingegen ist bescheiden im Vergleich zum magischen Anspruch der Altsysteme.  Es präsentiert in jedem Psychogramm 28 Statements zur Charakterisierung des Datengebers, verblüffend mit einer ungewöhnlich hohen Trefferquote, bei genauer biografischer Kenntnis des Klienten sitzt tatsächlich jede einzelne Aussage.  Dieses Resultat ist in der Tat erstaunlich, weil man diese Präzision in der Spiegelung des Klienten in den Altsystemen nicht kennt.  Die einzelnen Aussagen unterteilen sich in bestätigende und in kritische Aspekte des Datengebers, was absolut therapeutischen Charakter hat, wenn der Klient es an sich heran lässt.  Damit wirkt es wie ein Katalysator für therapeutische Gespräche, die man am besten mit einem Außenstehenden führen sollte, z. B. mit einem Therapeuten.  Je ehrlicher der Klient ist, desto wertvoller wird die Botschaft, welche das Psychogramm bereithält.  Jeder hat Schwachstellen, niemand ist perfekt, das Psychogramm leuchtet so manches aus, was man selbst vielleicht eher verdrängt.  Dabei ist es nie bösartig, nur authentisch in seiner Direktheit.

Wenn man diese Authentizität dann zugelassen hat, so ist die Begegnung mit diesem System auch immer so etwas wie ein kleines, spirituelles Durchbruchserlebnis, nämlich zu erkennen, dass schon in der Geburtsminute jemand – eine höhere Instanz – genau gewusst hat, welches die typischen Lebensthematiken und charakteristischen Verhaltensweisen des späteren Erwachsenen sein werden.  Dann leuchtet hinter dem System eine wissende, höhere Instanz hervor, die den Menschen sicher in ihrer Hand hält.

Dieses neuartige Spiegelsystem ist eigentlich das ideale Einstiegsinstrument für therapeutische Gespräche zwischen Therapeut und Klient, weil es schneller, als die Konvention normalerweise erlaubt, auf eine authentische Gesprächsebene herabführt, die man wegen der Widerstände des Klienten sonst vielleicht gar nicht betreten würde.  Leider ist es schwierig, dieses lohnende Instrumentarium bekannt zu machen wegen der allgemein verbreiteten Diskreditierung der traditionellen Astrologie bei rationalen Therapeuten, welche ihre mit astrologischem Know-How versehenen Kollegen gerne abwerten, weil der Esoterik, zu welcher die Astrologie ja gerechnet wird, der Ruf von Naivität oder sogar Unseriosität anhaftet.

Diese neuartige Tierkreismethode aber ist weder naiv noch unseriös.  Sie stellt sich vielmehr einer inhaltlichen Qualitätskontrolle, indem man die einzelnen Aussagen mit den psychologisch-biografischen Gegebenheiten des Datengebers abgleicht.

Jeder Therapeut kann mit diesem System arbeiten, wenn er möchte.  Die Erstellung eines Psychogramms ist über das Internet möglich unter Angabe des auch für die Horoskop-Deutung üblichen Datensatzes:  Name, Geburtstag, Geburtsort und Geburtszeit.