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Die Entmystifizierung der astrologischen Struktureinheiten zu einem funktionalen System

Die Entmystifizierung der astrologischen Struktureinheiten

zu einem funktionalen System und die Einführung

von Athenia und Virginia

 

            Die klassische Astrologie krankt an einer Unausgewogenheit der Anzahl ihrer Planeten – im traditionellen Verständnis sind es zehn – und der den Tierkreis ausmachenden zwölf Tierkreiszeichen. Neuere Strömungen haben deswegen schon weitere Planeten miteinbezogen in die Deutung, so zum Beispiel einen Planeten namens Chiron, der als Heilerplanet gehandelt wird, dessen thematische Ausrichtung den Besitz von spirituellen Heilungskräften unterstellt, also von Inspiration und Spiritualität geleitet wird.. 

            Planeten symbolisieren vereinbarungsgemäß personale Kräfte, die ein Mensch per Geburtsrecht vom Schicksal zugeteilt bekommt.  Von diesen Kräften gibt es eine „Grundausstattung“, die jedem Menschen zusteht, darüber hinaus gibt es Sonderausstattungen, die das Grundausstattungsmodell in Form von Einzelbegabungen überragen, die aber eben nicht zur Grundausstattung gehören, wie man unschwer daran ablesen kann, dass es nicht allzu viele spirituelle Heiler gibt.  Es ist einfach nicht jedem gegeben, und es ist unrealistisch, vom Gegenteil auszugehen.  Deswegen ist die Übernahme des Planeten „Chiron“ in die allgemeine Horoskopdeutung nicht wirklich sinnvoll, denn sie weckt falsche Hoffnung, weil zwar jeder Mensch in seinem Horoskop einen Chiron zu stehen hat, aber längst nicht jeder auch mit spirituellen Heilungskräften ausgestattet ist.  Das anzuerkennen fällt vielen Chiron-Anhängern schwer.

            Planeten sind tote Himmelskörper, auch wenn die Anhänger der magischen Astrologievorstellung das Gegenteil behaupten, weil sie ihre Planeten zu „lebendigen Wesen“ hochstilisieren, ihnen in dieser Überhöhung gottgleiche Qualitäten zuerkennen, indem sie unterstellen, dass von diesen toten Himmelkörpern wirksame Einflüsse auf den Menschen ausgeübt werden.  Die Aspektlehre und die Lehre von den aktivierenden und deaktivierenden Konstellationen der wanderungsaktiven Planeten zeugen hiervon.  Bei nüchterner Betrachtung muss man dieser Richtung leider realitätsfernen Aberglauben und Verhaftung in einer kindlichen Magiewelt attestieren.  Hier sind auch die Gründe zu suchen, warum die Astrologie bei intellektuell kritischen Realitätsorientierten so in Verruf gekommen ist, weil diese naiven Fehlverständnisse dem merkantilen Missbrauch durch Trivialastrologen in den Zeitungen Tor und Tür öffnen.  Manch erfolgreicher Trivialastrologe verdient auf diese Weise durch die Zeitungshoroskope mehr Geld, als er Unsinn zu verkünden in der Lage ist.

            Statt Planeten zu rekrutieren ohne allgemein verwendbaren Gebrauchswert, wie den oben zitieren Chiron, macht es mehr Sinn, solche in das Zwölferschema aufzunehmen, denen man allgemeinverbindliche Kräftezuteilungen zuweist, die auch wirklich jeder Mensch als Basisgrundausstattung sein Eigen nennen darf. 

In diesem Sinne ist in diesem Astrologiesystem ein Planet neu hinzugekommen, den man als realen Mond des  Jupiter eine astronomische Existenz zuerkennen muss.  Dem Mond des Jupiter als Planet des  ideellen Erfolges, der Seelenbegabung, des inneren Reichtums und der Befriedigung wurde mit dem Ausstattungsmerkmal der „kreativen Fruchtbarkeit, der Kreativität, kurz Erfindergeist“ belegt.  Er erhielt so den Phantasienamen „Athenia“.  

So weit so gut, nun fehlt nur noch der zwölfte Planet, den es aber als Planet nicht gibt.  Viel mehr hat sich der Schöpfer dieses Systems ein Experiment vorbehalten, um zu beweisen, dass nicht mal ein materieller Planet Träger einer astrologischen Symbolkraft sein muss, die vermeintliche Wirkung auf Menschen ausübt, sondern ein x-beliebiger Punkt im Universum, der quasi als Verdichtung aller produktiven Kräfte zu einem Aktionspotenzial wirken kann wie die übrigen in diesem System verwendeten Planeten, falls man ihn rein rechnerisch-astronomisch immer an die gleiche Stelle projiziert.  Das ist in diesem Falle geschehen mit einem solchen nicht planetarischen Konzentrationspunkt der Venuskraft, quasi wie ein Mond der Venus, ohne jedoch realer Planet zu sein.  Dieser rein rechnerisch festgelegte Kraftpunkt wird wie ein – in Wahrheit nicht existenter  – Mond der Venus behandelt und geführt unter dem Phantasienamen „Virginia“ mit dem Ausstattungsmerkmal „produktive Fruchtbarkeit, Produktivität oder produktiver Erfolg“ als Symbole der biologischen Fruchtbarkeit.  So erhielt der imaginäre Mond der Venus den Namen „Virginia“ und der hier verwendete, real existierende Mond des Jupiter, wie oben schon gesagt,  den Namen „Athenia“.  Wichtig ist ihre Lage zu ihren jeweiligen Hauptplaneten, nämlich jeweils ein Grad oberhalb davon.  Steht Venus auf 1° Widder, so wird Virginia auf 2° Widder platziert.  Dasselbe gilt für Jupiter und Athenia.  Steht Jupiter z. B. auf 1° Jungrau, so steht Athenia auf 2 ° Jungfrau.                                                                                          

            Die Integration dieser beiden kleinen Impulsgeber – Athenia und Virginia –  als Trabanten  von Venus und Jupiter ist für dieses hier vorgestellte Astrologiesystem sehr produktiv und hilfreich.  Der hiermit arbeitende Astrologe wird merken, dass die damit sich öffnenden Aussagen durchweg konstruktiv und weiterführend sind.  Und vor allem gibt es durch diese Hilfskonstruktion ein ausgeglichenes Zahlenverhältnis zwischen Tierkreiszeichen und Planeten, jeweils zwölf.

Eine weitere Neuheit in diesem System ist die Verdeutlichung der Konturen aller hierin verwendeten Struktureinheiten, die in den Altsystemen bis zur völligen Unkenntlichkeit ausgewalzt worden sind.  Mit wenigen überschaubaren Worten wurden die Bedeutungen der Planeten, der Tierkreiszeichen und der Häuser präzisiert, so dass auch die Zuordnung der Planeten zu den Tierkreiszeichen jetzt den Gesetzen der Logik folgt und nicht der schwammigen Willkür eines unpräzise formulierten Systems.