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Die dazu gehörige Realität ungewöhnlicher Inspirationen

Träume sind das das Eine, Realität das Andere.  Ich war elektrisiert, irgendwie schwebend und zugleich ratlos, wie es weiter gehen sollte.  Meine äußere Situation war optimal, ich hätte mir nichts anderes wünschen können.  Jung verheiratet mit vierjährigem Kind, als Allgemeinärztin, niedergelassen in Praxisgemeinschaft mit einer vertrauten Ärztegruppe, was wollte ich mehr.

Als ich von meinem Kompaktseminar mit den Traumreisen wieder nach Hause fuhr, wusste ich, dass nichts so bleiben würde, wie es vorher gewesen war.  Während ich vor der Reise selbst die Handelnde war, fand ich mich nach meiner Rückkunft plötzlich bereichert durch ein Phänomen, das mich seitdem nie mehr verlassen hat:  ich habe einen teils verbalen, teils non-verbalen Kontakt zu einer sich außerhalb von meinem Ich befindlichen Instanz in meinem Inneren, die mich seitdem nie wieder verlassen hat.  Der innere Begleiter zeichnet sich aus durch ständige Ansprechbarkeit, und durch die Bereitschaft, mich unbegrenzt zu inspirieren mit verbalen Eingaben, insbesondere beim Schreiben.  Ich habe seitdem auf diese Art und Weise schon tausende von Seiten geschrieben mit verblüffendem Inhalt.  Ein inspiriertes Projekt dieser Art ist die Tierkreisphilosophie samt dem Tierkreispsychogramm, das ich in diesem Blog vorstellen möchte.

Bevor ich allerdings zum Schreiben kam, hatte ich noch ein paar „Kleinigkeiten“ zu bewältigen:  Ich musste Abschied nehmen aus meiner mich beschützenden Situation mit Ärztehaus und Familie.  Nachträglich betrachtet folgte ich inneren Handlungsvorgaben, die alle dazu dienten, mich schnell und unbürokratisch heraus zu brechen aus allen meinen Verpflichtungen, die nebenbei auch noch vertraglich geregelt waren.  Nach weniger als einem Jahr hatte ich mich aus allem gelöst und war zu aller Überraschung Inhaberin einer neuen Praxis geworden in einer näher gelegenen größeren Stadt, was mir niemand zugetraut hätte.  Der Adler war aus dem Hühnerstall entkommen.

Nur das Phänomen des sprechenden inneren Begleiters, das war schwer zu vermitteln.  Ich wusste längst, dass der mich Inspirierende identisch war mit dem, den Andere als Gott bezeichnen, aber ich hütete mich bald, das auszusprechen, getreu dem Motto:  wenn ich mit Gott spreche, nennt man das Gebet.  Spricht Gott hingegen mit mir, so heißt das Psychose.  Das war meine ureigenste Erkenntnis. Erst jetzt, rund 31 Jahr später, kann ich wagen, dazu zu stehen, weil ich genug Identität bezeugende Produkte nieder geschrieben habe, wie das Tierkreispsychogramm, das ich im Folgenden thematisieren möchte.