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Der Weg durch die Fische oder die Lust an der geistigen Fortentwicklung

Der Mensch möchte so gerne gelobt und gefeiert werden, er sehnt sich nach Anerkennung.  Dafür tut er alles, was in seinen Kräften steht, weswegen er sich zunächst einmal einer Ausbildung unterzieht.  Nun ist Ausbildung allein noch kein überragendes Merkmal, sondern eher die Normalität, weshalb der Mensch, der nach Höherem strebt, mehr einbringen muss als Normalität.  Ist ihm auch diese Höherqualifikation gelungen, so möchte er seine Lorbeeren genießen und Andere anlernen mit dem, was er mehr weiß als sie.

Die Versuchung in diesem Stadium ist das Konkurrenzverhalten, das auf Eitelkeit und Prestigesucht basiert und menschliche Beziehungen nachhaltig stören kann.  Hier wird das naturhaft angelegte Machtbegehren ausgelebt über die Höherqualifikation und der Mensch muss im Reifungsstadium selbst entscheiden, ob er seine Kompetenz lieber nutzt, um Andere damit zu bereichern, oder um sich auf den Sockel zu stellen, damit die Anderen applaudieren.

Die Verwaltung eines Sozialwesens erfordert Klugheit, Geschicklichkeit und Erfahrung, die dem Menschen nicht in die Wiege gelegt werden.  Er muss sich immer wieder um den Erwerb neuer Fähigkeiten bemühen, um den ständig wachsenden Anforderungen gerecht zu werden, weshalb er sich immer neu gezielten Ausbildungen unterzieht, um seine Qualifikation für die ihn erwartenden Aufgaben zu verbessern.

Fische 30 Grade

  1. Neue Fähigkeiten sollen erworben werden
  2. Der Mensch erprobt fremde Tätigkeiten
  3. Der Mensch gewinnt an Geschicklichkeit im neuen Tun
  4. Der Mensch stellt sein Können zur Schau
  5. Der Mensch empfindet Stolz über seine Fertigkeiten
  6. Der Mensch stellt seine Fertigkeiten in den Dienst
  7. Der Mensch übernimmt neue Aufgaben
  8. Der Mensch freut sich an seiner neuen Tätigkeit
  9. Der Mensch perfektioniert sein neues Wissen
  10. Der Mensch übernimmt Führungspositionen in seiner neuen Tätigkeit
  11. Der Mensch vermittelt Anderen sein neu erworbenes Wissen
  12. Der Mensch überschätzt seine Fähigkeit
  13. Der Mensch dominiert seine Mitmenschen
  14. Der Mensch vergisst seine Anfängerschaft
  15. Der Mensch übernimmt sich in seinem Anspruch
  16. Der Mensch verliert sich in der Fülle seiner Aufgaben
  17. Der Mensch hat die Orientierung verloren
  18. Der Mensch verwechselt Berufung mit Beruf
  19. Der Mensch muss seinen Anspruch loslassen
  20. Der Mensch muss sich von seinen Führungswünschen verabschieden
  21. Der Mensch muss sein Wertesystem überprüfen
  22. Der Mensch muss Bescheidenheit lernen
  23. Der Mensch muss zurückkehren zu seiner Anfängerschaft
  24. Der Mensch muss erneut in den Dienst treten
  25. Der Mensch muss seine Fähigkeiten dienend statt dominierend einbringen
  26. Der Mensch erfährt in der Bescheidenheit Befriedigung
  27. Der Mensch lernt Gleichberechtigung
  28. Der Mensch lernt Achtung vor den Fähigkeiten der Anderen
  29. Der Mensch erfährt Liebe durch Demut
  30. Der Mensch begegnet Gott in der Demut

Dieser Beschulungsweg zeigt die Höhen und Tiefen menschlichen Strebens auf, Erkenntnis beflügelt Fleiß und Streben nach Höherem, was dem sich Mühenden zur Inspiration wird, die sich schließlich verschenkt als Begegnung mit der Spiritualität