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Der Weg durch den Wassermann oder die Akzeptanz der sozialen Verantwortung

Der sozial engagierte Mensch kämpft an gegen die Vereinzelung des Menschen, weil er instinktiv weiß, dass erfolgreiches  menschliches Überleben nur in der Gruppe möglich ist.  Also beschäftigt er sich mit den Gesetzmäßigkeiten des Gruppenzusammenhanges und den Möglichkeiten der Optimierung menschlichen Zusammenlebens durch soziale Zusammenschlüsse. Diese sozialen Gruppierungen erstrecken sich von der Kleinstgruppe – der Familie – bis zum staatlichen Zusammenschluss auf höchster Ebene.

Die Arbeit mit Menschen in Gruppenzusammenhängen erfordert ein hohes Maß an psychologischer Kenntnis über das Funktionieren von Gruppenstrukturen, was man bei vielen Führungskräften nicht selbstverständlich voraussetzen kann.  Fehlende diesbezügliche Kompetenz wird dann ersetzt durch autoritäres Gebaren, wodurch im Kleinen das Betriebsklima leidet und in großen Zusammenhängen das Entstehen von diktatorischen Strukturen gefördert wird.  Die große Versuchung bei der Arbeit mit Menschen liegt in der Unterjochung derselben, um ureigenstem Machtbegehren zur Befriedigung zu verhelfen.

Der Mensch ist in diesem Stadium reich geworden an tragenden Einsichten, die sein Leben bestimmen.  Er will jetzt nichts mehr dem Zufall überlassen, was gleichbedeutend damit ist, dass er sich kümmern muss um die, welche nicht zur eigenen Verantwortungsübernahme in der Lage sind.  Das bedeutet soziales Engagement, nicht nur im familiären Kreise.  Damit ist der politisch denkende und handelnde Mensch herangereift.

Wassermann 30 Grade

  1. Soziales Verhalten ist die Grundlage menschlichen Zusammenlebens
  2. Der Mensch erfährt sein Menschsein in der Begegnung mit Anderen
  3. Der Mensch optimiert seine Begegnung mit Anderen durch soziales Verhalten
  4. Der Mensch übernimmt die allgemeinen Regeln des sozialen Verhaltens
  5. Der Mensch zieht Gewinn aus sozialem Verhalten
  6. Der Mensch benutzt soziales Verhalten zur Machtausübung
  7. Der Mensch erzwingt soziales Verhalten zur Festigung seiner Macht
  8. Der Mensch unterdrückt den Menschen im sozialen Verhalten
  9. Der Mensch errichtet eine Diktatur des sozialen Verhaltens
  10. Der Mensch verrät soziales Verhalten
  11. Der Mensch hat die Gemeinschaft mit Menschen verloren
  12. Der Mensch überprüft die Regeln seiner sozialen Diktatur
  13. Der Mensch erkennt seine Verwechselung von sozialem mit konformem Verhalten
  14. Der Mensch entdeckt, dass Liebe im konformem Verhalten ausgetauscht worden ist mit erhöhter Anpassung
  15. Der Mensch vermisst schmerzhaft die Anwesenheit von Liebe
  16. Der Mensch geht auf die Suche nach der Liebe
  17. Der Mensch wirft alle Regeln gesellschaftlicher Anpassung über Bord
  18. Der Mensch verlässt seinen Glauben an eine soziale Utopie
  19. Der Mensch fängt wieder von vorn an
  20. Der Mensch gesellt sich zum Menschen
  21. Der Mensch begegnet dem Menschen mit Liebe
  22. Der Mensch erfährt soziale Geborgenheit
  23. Der Mensch erkennt erneut die Regeln sozialen Zusammenseins
  24. Der Mensch erkennt die Liebe als Grundlage aller sozialen Regeln
  25. Der Mensch gibt Liebe und empfängt Liebe
  26. Der Mensch erfährt eine neue Lebensqualität aus der Liebe
  27. Der Mensch erkennt seine frühere Utopie im Großen als verwirklichbar im Kleinen
  28. Der Mensch wird demütig
  29. Demütige Liebe ist die stärkste aller Waffen
  30. Aus demütiger Liebe resultiert die Begegnung mit Gott

Dieser Beschulungsweg führt durch die soziale Verantwortung des Menschen gegenüber seiner eigenen Spezies, wobei Erkenntnis die Bereitschaft fördert, sich um den Anderen zu kümmern, ohne ihn zu unterjochen oder zu drangsalieren.  Der sozial Engagierte wird ummerklich beflügelt durch Inspiration, die ihn belohnt mit unerwarteter Spiritualität