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Der Weg durch den Krebs oder die Hinwendung zum Hilfsbedürftigen

Die menschliche Seele ist die zentrale Existenz des menschlichen Seins.  Ohne Seele gibt es kein Leben, die Kreatur wäre damit reduziert auf eine Anhäufung von pulsierenden Einzelzellen ohne Entwicklungsfähigkeit zum differenzierteren Leben.  Dafür, dass man der Seele so viel Potenzial zutraut, ist es erstaunlich, dass man sie noch nicht hat dingfest machen können.

Die Seele ist der Teil des kreatürlichen Lebens, der vorwiegend fühlt.  Alle Gefühle, positive wie negative, haben hier ihren Ursprung und ihren Sitz.  Dabei ist die Seele so empfindlich, dass sie nur eine begrenzte Menge negativer Impulse verträgt.  Übersteigt die Negativität das diesbezügliche Fassungsvermögen der Seele, so verfällt sie in Siechtum, das zu heilen fast unmöglich ist.  Seelische Traumatisierung ist ein noch ungelöstes Kapitel in der psychologischen Medizin, weil man bis heute keine durchschlagenden Heilmittel kennt.

Dabei hat die Seele zwei wirksame Selbstheilungsmittel, die bis zu einem gewissen Grade seelische Regenerationsfähigkeit aktivieren, man muss sie nur richtig handhaben. Die Natur selbst stellt ein ganz gewichtiges Heilmittel zur Verfügung, das jeder Kreatur geschenkt wird, wenn sie es braucht, nämlich die Verdrängung.  Verdrängung auflösen, wie viele therapeutische Schulen auf ihre Fahnen geschrieben haben, ist deshalb nicht ungefährlich, weil es dem Klienten oft mehr schadet als dass es ihm nützt, besonders, wenn niemand da ist, um den entfesselten Gefühlssturm aufzufangen, den man unweise in Aufruhr versetzt hat.

Auch aus eigener Kraft kann die Seele an ihrer Regeneration arbeiten, indem sie  sich, ganz allgemein gesprochen, auf dem Gebiet der Nächstenliebe betätigt.  Alle Bemühungen dieser Art lindern eigenes seelisches Leid und beruhigen die eigene Erregung.

Der tatendurstige Jungmensch begibt sich auf die Suche nach Erfüllung, wobei er diese gleichsetzt mit egoistischer Befriedigung.  Der Löslösungsprozess von seinen Eltern hat ihn mit spürbarer Energie erfüllt, die er gerne in Taten umsetzen möchte.  Dabei begegnet er sehr unterschiedlichen Betätigungsmöglichkeiten, die zu ganz unterschiedlichen Verwirklichungsebenen führen. Die Qual der Wahl wird immer dann leichter, wenn der Mensch sich leiten lässt von einer inneren Qualität, die seine Seele aussendet, nämlich des Wohlbefindens.  Seelisches Wohlbefinden aber ist nicht auf allen Verwirklichungsebenen zu haben, sondern nur dann, wenn die Seele sich zu öffnen vermag, um sich zu verströmen an andere Seelen, die ihrer bedürfen.  Betätigungsfelder für dieses Verhalten gibt es auf allen Verwirklichungsebenen, welche der Seele für ihren Lebensweg offen stehen.  Sie muss nur durchdringen zur Gegenwart anderer Seelen, die ihrerseits auf der Suche sind nach seelischem Wohlbefinden.  Treffen zwei Wohlmeinende in diesem Anliegen zusammen, so können sie sich gegenseitig Zugang verschaffen zu den Räumen seelischer Erfüllung, welche alle Seelen brauchen, um zu gedeihen.

 

Krebs 30 Grade

  1. Eine Seele beginnt ihren ersten Erdenzyklus
  2. Eine Seele differenziert sich in zwei Geschlechtserfahrungen
  3. Eine Seele erprobt ihren Bewegungsspielraum
  4. Eine Seele erfährt Begrenzungen
  5. Eine Seele besinnt sich auf ihr Lebensgefühl
  6. Eine Seele orientiert sich gemäß ihren positiven Gefühlen
  7. Eine Seele verankert sich an Lieblingsplätzen
  8. Eine Seele übernimmt Verantwortung für das Wohlergehen ihres Lieblingsplatzes
  9. Eine Seele beheimatet sich
  10. Eine Seele wird sich ihrer selbst bewusst
  11. Eine Seele übernimmt Steuerung ihrer Ausrichtung und Zugehörigkeit
  12. Eine Seele sammelt Gleichgesinnte um sich
  13. Eine Seele übernimmt Verantwortung für das Wohlergehen anderer Seelen
  14. Eine Seele verzichtet auf eigenes Wohlergehen zugunsten anderer
  15. Eine Seele verlässt gewohnte Bahnen, um das Glück zu suchen
  16. Eine Seele findet das Glück im Wohlergehen Anderer
  17. Eine Seele erhöht ihr Glück in der Förderung hilfloser Abhängiger
  18. Eine Seele vergisst sich selbst in der Spiegelung in Anderen
  19. Eine Seele entscheidet sich für die Betreuung hilfloser Abhängiger
  20. Eine Seele stellt sich zur Verfügung
  21. Eine Seele verpflichtet sich zur Übernahme karitativer Aufgaben
  22. Eine Seele tröstet die Traurigen
  23. Eine Seele gibt emotionale Geborgenheit
  24. Eine Seele hilft den Unfähigen
  25. Eine Seele begleitet die Sterbenden
  26. Eine Seele pflegt die Kranken
  27. Eine Seele rettet die Gestrandeten
  28. Eine Seele füttert die Hungrigen
  29. Eine Seele gibt Wasser an die Durstigen
  30. Eine Seele erlöst die Unerlösten durch ihren uneigennützigen Dienst

Dieser Beschulungsweg ist der empfindlichste von allen Wegen, weil am leichtesten störanfällig.  Deshalb mag ihn nicht jeder aus eigenem Antrieb gehen bis zu dem Augenblick, wo er eigene Kinder bekommt.  Dann spätestens muss sich jeder ernstmeinende Mensch damit auseinandersetzen, wie empfindsam die menschliche – hier kindliche –  Seele doch ist.  Diese Erkenntnis läßt den elterlichen Erwachsenen reifen durch Inspirationen, die sein eigenes Kindsein mit dem Erleben des Neugeborenen verbinden und ihm ehrfürchtige Gefühle erwecken, was gleichbedeutend ist mit dem Erwachen von Spiritualität.